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Eine Bleibe für fast 300 Menschen

Wohnheim-Glindow

Im früheren Wohnheim Glindow der Bundeswehr in Brandenburg können knapp 300 Flüchtlinge eine Bleibe finden. (Foto: Helicolor-Luftbild-Ost GmbH)

Bonn, 23. Januar 2015. Im früheren Wohnheim Glindow der Bundeswehr sollen bis zu 280 Flüchtlinge eine Bleibe finden. Dem brandenburgischen Innenministerium zufolge ist die Liegenschaft, die zum Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gehört, vor allem für Familien geeignet. Die BImA half im Zuge der Verhandlungen mit den Behörden über die Weiternutzung des Areals im brandenburgischen Glindow schnell und unbürokratisch.

Im August 2014 gab es erste Kontakte zwischen der BImA und der Zentralen Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt (ZABH) über die zukünftige Verwendung der Liegenschaft. Die beteiligten Institutionen – das Innenministerium, der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen, die Polizei, das ZABH, örtliche Bürgermeister, die Bundeswehr und die Feuerwehr – einigten sich auf die Vertragsbedingungen. Die Bundeswehr übergab das Areal Ende September an die BImA. Schon zwei Wochen später schloss die Bundesanstalt den Mietvertrag mit dem Land ab.

Bauliche Veränderungen

„Parallel zum Zustimmungsverfahren für die vorübergehende Unterbringung sind noch bauliche Veränderungen durch den Nutzer vorgesehen. Wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, können die ersten Personen einziehen“, erklärte Mareen Behrendt-Deter, die bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Potsdam Liegenschaften betreut.

Gebäude gehört zur Gemeinde Schwielowsee

Das frühere Wohnheim der Bundeswehr liegt in der Stadt Werder im Ortsteil Glindow. Bedingt durch seine spezielle Lage gehört das Gebäude allerdings zum Ortsteil Ferch der Gemeinde Schwielowsee. Das ehemals militärisch genutzte Areal ist unter anderem mit vier Unterkunftshäusern, einem Garagengebäude, einer Kantine und einer Bio-Kläranlage inklusive Schuppen und zwei Pumpenhäuschen ausgestattet.

Dem sogenannten Königsteiner Schlüssel zufolge nimmt Brandenburg aktuell 3,1 Prozent der neu in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge auf. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beantragten von Januar bis September 2014 über 136.000 Personen in der Bundesrepublik Asyl. Für mehr als 22.000 Menschen konnten bislang auf Liegenschaften der BImA Unterbringungsplätze geschaffen werden.