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BImA übergibt weitere Flüchtlingsunterkunft

Neue Bewohner für "Javelin Barracks" in Niederkrüchten-Elmpt

Die BImA hat dem Land NRW rund 65 von insgesamt 880 Hektar der Kaserne mietzinsfrei überlassen. (Foto: BImA)

Bonn/ Münster, 14. Dezember 2015. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) stellt dem Land Nordrhein-Westfalen einen Teil der ehemaligen Javelin-Kaserne für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Mitte Dezember ziehen die Ersten ein.

Nach dem Abzug der britischen Streitkräfte am 11. November, hat die BImA dem Land NRW rund 65 von insgesamt 880 Hektar der Kaserne mietzinsfrei überlassen. Darauf stehen rund 40 Mannschaftsunterkünfte und 400 Einfamilienhäuser, in denen bis vor kurzem noch britische Soldaten und ihr Angehörigen wohnten. Nun hat die Bezirksregierung Düsseldorf dort eine Notunterkunft eingerichtet, in die Mitte dieses Monats die ersten Flüchtlinge einziehen können. Rund 2.500 Flüchtlinge sollen dort bis zum 30. Juni 2016 unterkommen. Ab Juli 2016 wird die Kaserne vom Land als zentrale Unterbringungseinrichtung betrieben.

Bis vor kurzem wohnten hier noch britische Soldaten und ihre Angehörigen, nun werden die Einfamilienhäuser zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. (Foto: BImA)

Mit vereinten Kräften

„Dank der engen Abstimmung mit den britischen Partnern konnten wir die Liegenschaft weitgehend im laufenden Betrieb übergeben“, erläutert Felix Brümmer, Abteilungsleiter beim Facility Management der BImA in Münster. „Zielstrebige Unterstützung erhielten wir auch von der Gemeinde Niederkrüchten und dem Kreis Viersen – noch ein Grund warum die Übergabe so reibungslos funktioniert hat.“ Die Javelin-Kaserne wurde bis vor kurzem von der britischen Armee genutzt. Zuletzt war dort eine Fernmeldeeinheit stationiert.

Die Rolle der BImA

Die BImA unterstützt bereits seit langem die kommunalen und staatlichen Einrichtungen intensiv bei der Suche nach geeigneten Objekten zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Sie untersucht ihr Portfolio, das sich laufend verändert, immer wieder neu auf Liegenschaften, die den kommunalen oder staatlichen Behörden dafür zur Verfügung gestellt werden können. Insgesamt wurden inzwischen bereits über 129.000 Flüchtlinge auf BImA-Liegenschaften untergebracht (Stand: 9. Dezember 2015). Seit Anfang des Jahres müssen die Kommunen für die Unterbringung auf Bundesliegenschaften auch keine Miete mehr bezahlen. Zudem kann die BImA seit kurzem die Kosten für die Herrichtung geeigneter Objekte übernehmen.